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Irland

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Irland (amtlicher deutscher Name, irisch Éire [ˈeːrʲə], engl. Ireland), häufig auch Republik Irland (irisch Poblacht na hÉireann, engl. Republic of Ireland) ist ein Inselstaat auf der gleichnamigen Insel Irland. Er grenzt im Norden an das Vereinigte Königreich (Provinz Nordirland) und ist im Osten von der Irischen See und im Westen und Süden vom Atlantik umgeben. Irland ist Mitglied der Europäischen Union. Der Großteil der Bevölkerung bekennt sich zum römisch-katholischen Glauben.

Geografie

Im Landesinneren der Insel finden sich überwiegend Ebenen, die außen von hügeligem Gebiet eingeschlossen sind. Der Fluss Shannon, der von Norden nach Süden verläuft, ist der längste der Insel. In den Ebenen liegen eine große Zahl von Seen, die die Landschaft maßgeblich prägen. Lough Neagh, der zu Nordirland gehört, ist der bekannteste der irischen Seen. Der höchste Berg ist mit 1.041 m der Carrauntoohil (andere Namen Carrantuohill, Carrantual, Carntuohil). Er liegt im Südwesten der Insel in den Macgillicuddy's Reeks. Über das Land verteilt gibt es eine Reihe von Nationalparks.

Wirtschaft

Irland, einstiges „Armenhaus“ der damaligen EG, ist im Jahr 2005 nach mehrjährigem starkem Wachstum einer der reichsten Staaten der EU und weltweit. Das inflationsbereinigte Pro-Kopf-Einkommen in Irland liegt innerhalb der EU nach Luxemburg auf Rang 2 und ist etwa 31 % höher als in Deutschland. Irland wird wegen seiner guten wirtschaftlichen Entwicklung oft Keltischer Tiger genannt. Durch den gesetzlichen Mindestlohn liegt das monatliche Einkommen bei Vollzeitangestellten nicht unter 1.183 Euro. Nach einer zwischenzeitlichen Senkung zur Wirtschaftsförderung und Anwerbung ausländischer Firmen auf 10 % beträgt die Unternehmenssteuer nun 12,5 %, was immer noch den geringsten Wert innerhalb der EU bedeutet. Es besteht jedoch ein starkes wirtschaftliches Gefälle zwischen den großen Zentren wie Dublin, Limerick und Cork auf der einen Seite und den ländlichen Gebieten auf der anderen.

Religion

Die Bevölkerung Irlands bekennt sich zu 88,4 Prozent zum römisch-katholischen Glauben, 3,0 Prozent gehören der anglikanischen Church of Ireland an. Daneben gibt es noch 1,3 Prozent Angehörige anderer christlicher Kirchen, sowie 0,5 Prozent Muslime. Die römisch-katholische Kirche besteht aus vier Erzbistümern mit Sitzen in Armagh, Dublin, Tuam und Cashel. Primas von ganz Irland ist der Erzbischof von Armagh. Die anglikanische Kirche ist seit 1869 von der englischen Kirche unabhängig. Sitz des obersten Primas ist Armagh. Die Presbyterianische Kirche ist vor allem unter den Nachfahren der schottischen Ansiedler stark verwurzelt. Deshalb ist sie am stärksten in Nordirland verbreitet. Daneben gibt es noch kleinere methodistische und evangelisch-lutherische Kirchen. Irland ist im angelsächsischen und deutschen Sprachraum auch bekannt für die Irischen Segenswünsche.

Politik

Der Premierminister (ir. Taoiseach, gesprochen "Tíschach") wird vom Parlament nominiert und vom Präsidenten ernannt. Üblicherweise ist er der Parteichef der stärksten Parlamentspartei oder der größten Koalitionspartei.

Das Parlament (Oireachtas) besteht aus zwei Kammern und dem Präsidenten: Dabei bildet der Senat (Seanad Éireann) das Oberhaus und das Repräsentantenhaus (Dáil Éireann) das Unterhaus. Der Senat besteht aus 60 Mitgliedern, von denen 11 durch den Premierminister ernannt und 49 von verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen gewählt werden (Landwirtschaft und Arbeiterschaft je 11, Industrie und Handel 9, Öffentliche Verwaltung 7, Universitäten 6 und Kultur und Erziehung 5). Diese Wahlen finden innerhalb von 90 Tagen nach der Auflösung des Repräsentantenhauses statt.

Das Unterhaus besteht aus 166 Mitgliedern, wobei die Zahl der Mitglieder von der Einwohnerzahl Irlands abhängt. Auf je 20.000 bis 30.000 Einwohner kommt ein Abgeordneter. Die Mitglieder des Unterhauses werden nach der übertragbaren Einzelstimmgebung (engl. Single Transferable Vote) in 42 Wahlkreisen, in denen je zwischen drei und fünf Mandate zu vergeben sind, gewählt. Wahlen müssen innerhalb von 30 Tagen nach der Auflösung des Repräsentantenhauses stattfinden. Das Unterhaus wird derzeit für höchstens fünf Jahre gewählt, eine frühere Auflösung ist aber möglich.

Die Regierung (An Rialtas) besteht aus höchstens 15 Mitgliedern. Dabei dürfen nicht mehr als zwei Minister aus dem Senat kommen, der Premier, der Stellvertreter des Premier und der Finanzminister müssen dem Repräsentantenhaus angehören.

Eine Auswahl irischer Parteien:

  • Fianna Fáil und Fine Gael (die größten Parteien Irlands)

+ Sinn Féin (die älteste Partei Irlands)
+ Green Party
+ Labour Party
+ Progressive Democrats
Irland stellte von 2002 bis 2004 den Präsidenten des Europaparlaments Pat Cox, der irische EU-Kommissar für die Zeit von 2004 bis 2009 ist Charlie McCreevy (Binnenmarkt und Dienstleistungen), sein Vorgänger war David Byrne (Gesundheit und Verbraucherschutz).

Aktuelle Politik

Am 29. März 2004 führte Irland als erstes EU-Land ein totales Rauchverbot in allen öffentlichen Einrichtungen ein. Das Verbot gilt nicht für Hotelzimmer, Gefängnisse und psychiatrische Anstalten. Mit dieser Entscheidung nahm Irland eine Vorreiterrolle in Europa ein. Um die Einhaltung zu überwachen, wurden rund 400 amtliche Kontrolleure eingestellt. Zudem drohen Strafen bis zu 3000€. Das Rauchverbot wird von der irischen Öffentlichkeit sehr unterstützt und wird erstaunlicherweise gut eingehalten.

In den letzten Jahren steht das veraltete und wenig effektive Gesundheitssystem aufgrund öffentlichen Druckes verstärkt im Blickfeld.

Auch die hohe Zahl der Verkehrstoten aufgrund mangelnder westlicher Standards stellt ein großes Problem dar.

Außerdem wird versucht, den großen wirtschaftlichen Unterschied zwischen den beiden großen Zentren - Dublin und Cork - auf der einen Seite und den Midlands bzw. den Counties an der Westküste auf der anderen Seite zu beheben.

Auch gibt es einen hohen Anteil an relativer Armut - dem höchsten in Westeuropa mit ca. 22%-, den es zu bekämpfen gilt. Damit sind auch die großen sozialen Unterschiede verbunden.

Des Weiteren finden regelmäßige Gespräche zwischen Tony Blair (Premierminister Vereinigtes Königreich) und Bertie Ahern (Ministerpräsident Irland) bezüglich Nordirland statt.

Infrastruktur

Flugverkehr

Irland hat Flughäfen in Dublin, Kerry, Cork, Shannon (Irland) u. a., die von Lufthansa, Austrian Airlines, Swiss, Ryanair, TUIfly und der einheimischen Fluggesellschaft Aer Lingus angeflogen werden. Ebenso existiert eine Inlandsfluglinie, die Aer Arann.

Schienenverkehr

Weiterhin existiert ein recht dünnes Eisenbahnnetz in 1.600 mm Spurweite, das aber ausgebaut wird. Wichtigste Bahngesellschaft ist die Córas Iompair Éireann.

ÖPNV

Das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln in Dublin ist im Verhältnis zu anderen europäischen Metropolen sehr schlecht, so dass die Stadt in der Rushhour regelrecht im Verkehr erstickt.

Busverkehr

Bus Eireann ist die nationale Busgesellschaft, die eine große Zahl von Verbindungen anbietet. Vergleichbar mit den amerikanischen Greyhound-Bussen, verbinden zahlreiche Überlandbusse die einzelnen Regionen.
Von den zentralen Haltepunkten, die jedoch nicht immer zwingend im Zentrum der angefahrenen Städte liegen, fahren lokale Buslinien auch in entferntere Gegenden. Die Fahrpläne sind jedoch genau zu studieren, da einige Verbindungen doch recht selten fahren. Beispielsweise nur einmal täglich.

Straße

Die Straßen in der Republik sind bedingt durch die geringe Bevölkerungsdichte meist schlechter als auf dem europäischen Festland. Seit Ende der 90er Jahre baut die irische Regierung das Straßennetz durch Investitionsprogramme im Umfang mehrerer Milliarden Euro aus. Seitdem finden kontinuierlich Ausbesserungsarbeiten an einem Großteil des Straßennetzes statt. Zum Einsatz kommen dabei jedoch nicht Asphalt oder Beton, sondern zumeist Rollsplitt, der durch die Nutzung der Straße allmählich in einen weicheren Teer-Untergrund eingepresst wird. Irische Straßen erscheinen dadurch rau und uneben.

Umstellung auf das metrische Maßsystem

Anfang 2005 stellte die Republik Irland vom angloamerikanischen Maßsystem auf das metrische System um, seitdem werden Geschwindigkeiten in km/h sowie Entfernungen in Kilometern und nicht mehr in mph beziehungsweise in Meilen gemessen. Folglich ist die Strecke auf vielen Verkehrsschildern noch in Meilen angegeben, wobei diese keine Angabe der Maßeinheit haben. Auf den neuen Schildern steht das Kürzel km. Alte Autotachos zeigen auch mph statt km/h an.

Ein PKW darf mit einem EU-Führerschein gelenkt werden, wobei zu beachten ist, dass in Irland Linksverkehr herrscht.

Grenzkontrollen zwischen der Republik Irland und Nordirland finden nicht statt. Dagegen ist die Republik Irland dem Schengener Abkommen bislang noch nicht beigetreten, da man dies mit Rücksicht auf die offene Grenze zu Nordirland nur zusammen mit Großbritannien tun könnte.

Quellenangaben

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Irland aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


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